Endloser Krieg verzerrt die US-Außenpolitik enorm

Das Pentagon nutzte die Fixierung des Präsidenten auf Plünderung, um ihn dazu zu bringen, der Aufrechterhaltung einer US-Militärpräsenz in Syrien zuzustimmen:

Ein US-Beamter mit Kenntnis der Operationen in Syrien sagte, dass Trumps Interesse am Erdöl dem Pentagon, das mit der ursprünglichen Entscheidung unzufrieden war, die Möglichkeit bot, sein Beharren auf einem vollständigen Rückzug abzumildern und die Fortsetzung der Anti-Terroroperationen und der Kontrolle des Luftraums zu erlauben.

"Das ist, als würde man einem Baby seine Medizin in Joghurt oder Apfelmus geben" [Betonung durch den Autor], sagte einer von mehreren Regierungsbeamten, die unter der Bedingung der Anonymität über die internen Beratungen sprachen.

Es verheißt nichts Gutes für die Interessen der Vereinigten Staaten von Amerika, wenn die Untergebenen des Präsidenten entschlossen sind, ihn zu manipulieren, und wenn der Präsident so leicht dazu gebracht werden kann, aufgrund seines rohen Wunsches, die Ressourcen anderer Länder zu stehlen, einen illegalen militärischen Einsatz in einem Kriegsgebiet fortzusetzen. Der verwirrende Quasi-Abzug aus Syrien veranschaulicht alles, was mit der Art und Weise, wie Trump die US-Außenpolitik betreibt, nicht stimmt. Er trifft schlechte, schlecht informierte schnelle Entscheidungen und konsultiert niemanden, aber dann lässt er sich zu einer Kompromisspolitik überreden, die die schlimmste der beiden Welten darstellt. Der Präsident trifft häufig schlechte Entscheidungen, und selbst wenn er sich in die richtige Richtung bewegt, tut er dies aus den falschen Gründen, aber dann versuchen seine Untergebenen, ihn dazu zu bringen, diese entsprechend ihren eigenen negativen Überlegungen rückgängig zu machen. Weil der Präsident zutiefst ignorant ist und leicht von kriegstreiberischen Beratern beeinflusst werden kann, fällt er immer wieder auf den Trick herein. Das lässt die USA mit einer Politik zurück, die der Präsident nicht wirklich mag, unterbrochen von sporadischen Ausbrüchen verwirrter, hektischer Aktivitäten, während er versucht, sie zu ändern, und dann manipuliert wird, um mehr davon zu tun. Trumps Untergebene verlassen sich auf seinen Mangel an Disziplin und Konzentration, um ihn daran zu hindern, Dinge zu tun, die sie nicht mögen, und Trumps eigene Unfähigkeit ermutigt sie, dies weiterhin zu tun, weil sie annehmen, dass sie damit durchkommen können.

In diesem Fall ordnete Trump plötzlich die Verlegung von US-Streitkräften an, ohne diejenigen zu warnen, die betroffen sein würden, und seine Untergebenen waren so entschlossen gewesen, den Präsidenten zu frustrieren, dass sie völlig unvorbereitet auf den Befehl waren, als er kam. Dieser neueste Trick, Trump mit der Verwendung des Erdöls zu ködern, um die unbestimmte Militärpräsenz zu unterschreiben, die seine Untergebenen wollen, wird für eine Weile funktionieren, bis der Präsident entscheidet, dass er nicht gerne mit einem heiklen Kind verglichen werden will, das seine Medizin nehmen muss. Dann wird es eine weitere abrupte Entscheidung ohne die erforderliche Vorbereitung geben, und es wird mehr Chaos herrschen. So sieht ein kaputter und inkompetenter außenpolitischer Prozess aus, und sowohl der Präsident als auch seine Untergebenen sind für das Chaos verantwortlich. So oder so, die Vereinigten Staaten von Amerika stehen da mit einem unbefristeten illegalen Militäreinsatz in Syrien, und die einzige Debatte geht darum, was die absurde Rechtfertigung für die Mission sein wird. Im Moment ist die offizielle Position der Regierung, dass die US-Truppen dort sind, um die natürlichen Ressourcen eines anderen Landes zu kontrollieren und zu nutzen. Adam Weinstein fasst es zusammen:

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind nun offiziell der weltweit zuständige Kraftprotz für den Schutz von Rohstoffen; ihre explizite Außenpolitik lautet jetzt: "Ja, Blut für Erdöl"!

Alles daran ist illegal, und es wird nicht einmal mehr behauptet, dass die USA über eine Rechtsgrundlage für eine militärische Präsenz in Syrien verfügen. Unsere Kräfte ergreifen einfach die Kontrolle über Territorium und Ressourcen, weil sie es können, und der Präsident rühmt sich damit vor der Welt. Endloser Krieg hat seit Jahrzehnten verheerenden Einfluss auf unsere Außenpolitik, und das ist nur das jüngste Beispiel.

Daniel Larison ist Senior Editor bei The American Conservative, wo er auch einen eigenen Blog betreibt. Er hat in der New York Times Book Review, Dallas Morning News, Orthodox Life, Front Porch Republic, The American Scene und Culture11 publiziert und ist Kolumnist für The Week. Er promovierte in Geschichte an der University of Chicago und lebt in Dallas.


erschienen am 28. Oktober 2019 auf > Antiwar.com > Artikel > Original auf The American Conservative
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